Massengasse Nußloch: Lösungsansätze für bessere Verkehrslenkung

FDP-Kreistagsfraktion und Landtagskandidatin Claudia Felden machten sich vor Ort ein Bild

v.l.: Michael Herling, Bärbel Seemann, Peter Schell, Giuseppe Fritsch, Claudia Felden (Foto: Claudia Felden)

Nußloch. Das Gewerbe hat vielfältige Auswirkungen auf die Gemeinde Nußloch. Einerseits trägt es wesentlich zur wirtschaftlichen Entwicklung bei, indem es Arbeitsplätze schafft und Gewerbesteuer an die Gemeinde abführt. Davon profitieren sowohl die Infrastruktur als auch öffentliche Einrichtungen wie Schulen und Freizeitanlagen.

Andererseits bringen die Ansiedlung und Erweiterung eines Industriegebietes aber auch Herausforderungen mit sich, etwa ein erhöhtes Verkehrsaufkommen, wie es im Fall der Gemeinde Nußloch deutlich wird. Dies erfordert neue Verkehrs- und Infrastrukturmaßnahmen, um die Lebensqualität der Einwohner zu erhalten und die Sicherheit im Straßenverkehr zu gewährleisten.

Vor diesem Hintergrund traf sich die FDP–Kreistagsfraktion mit ihrer Fraktionsvorsitzenden und Landtagskandidatin, Claudia Felden, in Nußloch.

Ziel des Besuchs war es, sich vor Ort ein Bild von den aktuellen Entwicklungen im Gewerbegebiet zu machen. In den vergangenen Jahren konnte es erfolgreich ausgebaut werden. Ein bedeutendes Beispiel hierfür ist der Bau eines Hochregallagers durch die Firma Betty Barclay. Darüber hinaus gibt es bereits konkrete Pläne, das Gewerbegebiet weiter zu vergrößern, wie Bürgermeister Förster schon beim Neujahrsempfang der Gemeinde Nußloch betonte.

Mit der Erweiterung des Gewerbegebiets ist ein deutlicher Anstieg des Verkehrsaufkommens, insbesondere des Schwerlastverkehrs verbunden. Besonders betroffen ist die Kreisstraße Massengasse. Als wichtigster Zubringer zur Bundesstraße 3 ist sie schon jetzt maximal ausgelastet. Gleichzeitig dient sie als Hauptzufahrtsweg zum Gewerbegebiet, der Max-Berk-Straße. Links abbiegen von dieser Straße in Richtung Nußloch ist unfallträchtig, da einfahrende Fahrzeuge die Ausfahrt versperren, und auf der rechten Seite die Sicht durch Lieferwagen oder LKWs versperrt ist. Schließlich ist an dieser Seite der Kreisstraße auch noch der Fahrradweg nach St.Ilgen/Sandhausen ausgewiesen. Die Fußgängerampel an dieser Kreuzung wird im Wesentlichen von Radfahrern benutzt, die den „Leimbachradweg“ in Richtung Karl-Metz-Straße befahren. Eine komplexe Verkehrssituation also, bei der Handlungsbedarf besteht!

Auf Initiative der FDP-Kreisrätin Bärbel Seemann diskutierten die Mitglieder der Kreistagsfraktion und Landtagskandidatin Claudia Felden verschiedene Lösungsansätze für eine bessere Verkehrslenkung. Im Mittelpunkt der Überlegungen stand dabei der mögliche Bau eines Kreisverkehrs an der betroffenen Kreuzung. Ziel dieser Maßnahme wäre es, den Verkehrsfluss zu verbessern und die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer zu erhöhen. Die FDP-Kreistagsfraktion beschloss, bei ihrem Besuch des für die Kreisstraße zuständigen Straßenbauamtes in diesem Frühjahr das Problem anzusprechen und um Lösungsvorschlage seitens der Behörde zu bitten. Dies kann nach Ansicht der FDP-Kreistagsfraktion nicht früh genug geschehen, da die Realisierung solcher Projekte in der Regel lange dauert. Es wäre fatal, wenn es erst zu Unfällen kommen müsste, bevor man sich mit dieser Thematik befasst.