Für zukunftsfähige Wirtschaft, weltbeste Bildung und solide Staatsfinanzen

Oftersheim. Mit rund 50 Gästen ist die FDP Rhein-Neckar in das politische Jahr 2026 gestartet. Am 11. Januar Punkt 11 Uhr eröffnete der Kreisverband seinen traditionellen Neujahrsempfang in Oftersheim. Die Veranstaltung stand im Zeichen des Besuchs von Susanne Seehofer, Mitglied im FDP‑Bundespräsidium, die als Hauptrednerin des Vormittags wichtige Impulse für das neue Jahr setzte.
Kreisvorsitzende Ulrike von Eicke begrüßte die Anwesenden. Mit Blick auf den jüngsten CDU‑Weihnachtsflyer, der in Ton und Inhalt auffallend nah an FDP‑Positionen gelegen habe, stellte sie die Frage nach dem klaren Profil der Freien Demokraten. Sie unterstrich, dass Vertrauen ein Kernbestandteil liberaler Politik sei und die FDP mit klaren Positionen daran arbeite, dieses Vertrauen zu gewinnen. Mit 512 Mitgliedern verfüge der Kreisverband über eine starke Basis, die liberale Politik engagiert in die Region trägt.
Drei Landtagskandidaten richteten kurze Grußworte an das Publikum. Holger Höfs, Unternehmer und Kandidat im Wahlkreis Schwetzingen, hob die Notwendigkeit einer umfassenden Verwaltungsreform und einer Stärkung der dualen Ausbildung hervor. Die Spitzenkandidatin des Bezirks Kurpfalz, Bürgermeisterin Claudia Felden aus Leimen, warnte vor einer zunehmenden Belastung der Demokratie und erinnerte daran, dass Wohlstand immer erarbeitet werden müsse. Olaf Hautzinger, Steuerberater und FDP-Gemeinderat in Sinsheim, startete mit einem Zitat von Perikles: „das Geheimnis des Glücks ist die Freiheit und das Geheimnis der Freiheit ist der Mut“. Er betonte die Bedeutung der politischen Mitte – jener „radikalen Mitte“, wie sie FDP‑Bundesvorsitzender Christian Dürr vor einiger Zeit genannt hatte – und verwies auf die klassischen „Brot-und-Butter-Themen“ wie öffentlichen Nahverkehr und bezahlbaren Wohnraum.

Die Hauptrednerin des Empfangs, Susanne Seehofer, zeigte sich erfreut über die große Resonanz und den starken Zusammenhalt im Kreisverband. „Oftersheim ist für mich das Beverly Hills von Heidelberg“, sagte sie mit einem Augenzwinkern. In ihrer Rede machte Seehofer deutlich, warum es eine starke FDP brauche: „Wir stehen für eine zukunftsfähige Wirtschaft, für weltbeste Bildung und für solide Staatsfinanzen.“.
Mit Blick auf die internationale Lage forderte Seehofer mehr wirtschaftliche und sicherheitspolitische Stärke. Deutschland müsse Reformen entschlossen angehen, um im globalen Wettbewerb bestehen zu können. Die niedrigen Wachstumszahlen der vergangenen Jahre zeigten, wie dringend Handlungsbedarf bestehe.
Besonders eindringlich sprach Seehofer über Bildung und Chancen. Sie berichtete von einem Besuch an einer bayerischen Gesamtschule, bei dem ihr ein zwölfjähriges Mädchen erzählt habe, es wolle Erzieherin werden, sehe aber mit einem Gesamtschulabschluss kaum Perspektiven. „Die Gesamtschule darf nicht das Ende sein, sondern der Anfang eines selbstbestimmten Bildungswegs.“.
Nach ihren Ausführungen zur Bildungspolitik richtete Seehofer den Blick auf die grundlegenden Werte liberaler Politik. Grundsätzlich gelte: „Nicht der Bürger muss begründen, warum er Freiheit will, sondern der Staat muss begründen, warum er sie einschränkt.“ Die FDP stehe für Freiheit, Verantwortung und Reformbereitschaft. „Und die Menschen sind bereit für Reformen“, so Seehofer. Unsere Zukunft liegt in Innovationen und nicht in Verboten.
Und: „Wir brauchen eine handfeste, pragmatische Politik, die die Probleme der Menschen löst!“
In der lebendigen Fragerunde ging es unter anderem um die Aktivrente, um Subventionen und um das kommende Grundsatzprogramm der FDP. Seehofer kündigte die Vorstellung des Programms zwei Wochen nach der Rheinland‑Pfalz‑Wahl an.. Schwerpunkte seien Bildung, wirtschaftliche Stärke und die Stärkung der Demokratie.
Der Kreisverband zeigte sich zufrieden mit dem Auftakt. „Der Neujahrsempfang hat deutlich gemacht, dass wir geschlossen und motiviert ins Wahljahr 2026 gehen“, erklärte Kreisvorsitzende von Eicke zum Abschluss der Veranstaltung.