Freie Demokraten setzen auf Kurswechsel im Land

Landesvorsitzender Rülke sprach bei Kleinem Dreikönigstreffen der FDP Hirschberg

Dr. Hans-Ulrich Rülke trug sich ins Goldene Buch von Hirschberg ein (Foto: FDP)

Hirschberg. Der politische Jahresauftakt der FDP Hirschberg stand in diesem Jahr klar im Zeichen der bevorstehenden Landtagswahl in Baden-Württemberg. Beim traditionsreichen „Kleinen Dreikönigstreffen“ in der Alten Turnhalle konnte der Ortsverband mit Dr. Hans-Ulrich Rülke einen der profiliertesten Liberalen des Landes begrüßen. Der Landesvorsitzende der FDP und Spitzenkandidat für die Wahl nutzte die Veranstaltung, um zentrale Wahlkampfthemen zu setzen.

Zu Beginn trug sich der Spitzenkandidat in das Goldene Buch der Gemeinde ein. Überreicht wurde es von Gemeinderat Tobias Rell, der Bürgermeister Ralf Gänshirt vertrat. Dieser hatte sich mit Blick auf die anstehende Wahl aus Neutralitätsgründen entschuldigt.

In seiner Begrüßung machte der Vorsitzende der FDP Hirschberg, Patrick Klein, deutlich, dass die kommenden Wochen aus Sicht der Liberalen richtungsweisend seien. Baden-Württemberg brauche einen politischen Kurswechsel, weg von staatlicher Bevormundung und hin zu mehr Eigenverantwortung, Leistungsbereitschaft und wirtschaftlicher Freiheit.

Zuvor stellte sich Christian Schwarz, FDP-Kandidat im Wahlkreis Weinheim, den Gästen vor. Er benannte Bildung, wirtschaftliche Entwicklung und innere Sicherheit als Schwerpunkte seiner politischen Arbeit und warnte vor zusätzlichen Belastungen für den Mittelstand.

Diese Linie griff Rülke in seiner Rede auf. Er kritisierte insbesondere eine ausufernde Bürokratie und warnte vor gesetzlichen Vorgaben, die die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen gefährden könnten. Die FDP setze sich deshalb dafür ein, Dokumentationspflichten spürbar zu reduzieren und staatliche Prozesse schlanker zu gestalten.

Auch die Energie- und Verkehrspolitik nahm breiten Raum ein. Rülke äußerte Zweifel an einer einseitigen Förderung der Elektromobilität und sprach sich gegen ein pauschales Verbot von Verbrennungsmotoren aus. Elektromobilität könne ein Baustein sein, eigne sich aber nicht für alle Menschen und Lebenslagen. Wirtschaftspolitik müsse technologieoffen bleiben und dürfe nicht durch ideologische Vorgaben bestimmt werden.

Deutlich positionierte sich der FDP-Spitzenkandidat in der Koalitionsfrage. Eine Zusammenarbeit mit den Grünen schloss er ebenso aus wie Bündnisse mit politischen Rändern. Ziel der Liberalen sei ein Landtag, in dem eine starke FDP für wirtschaftliche Vernunft und individuelle Freiheit eintrete.

Zum Abschluss nutzten zahlreiche Besucher die Gelegenheit, Fragen zu stellen und mit dem Landespolitiker ins Gespräch zu kommen.